Linux - das andere Windows

(24.01.2013) Die zunehmende Unzufriedenheit mit Windows (XP und Win7) hat mich dazu animiert, mich mal wieder mit Linux zu beschäftigen. Linux hat ganz entscheidende Vorteile, aber auch nicht zu vernachlässigende Nachteile. Zu den Vorteilen zählen Geschwindigkeit, Sicherheit, meist Stabilität und Kosten. Zu den Nachteilen gehören zum Teil schlechte Hardwareunterstützung, aufgrund der Vielzahl der Distributionen sind Support und Programme oft nur eingeschränkt zu bekommen, daher ist es für Einsteiger manchmal sehr aufreibend.

Am Anfang steht die Auswahl einer Linux-Distribution an. Schaut man sich bei Distrowatch um, bekommt man einen ersten Einblick über die Vielzahl der verschiedenen Linux-Varianten. Derzeit werden 317 Distributionen gelistet. Gut, im "Kern" sind sie alle irgendwie miteinander verwandt und viele bauen aufeinander auf, aber kompatibel für Programme sind sie deswegen noch lange nicht.

Gräbt man etwas tiefer, so merkt man, dass die einzelnen Distributionen in sich auch noch verschiedene Versionen führen. Nicht nur historische Versionen so wie bei Windows (95, 98, XP, Vista etc.) sondern auch parallele Versionen mit unterschiedlichem Fokus oder angelehnt an unterschiedliche Distributionen.

Diese unübersichtliche Vielfalt ist meines Erachtens auch der Grund warum Linux sich so schwer tut, in der breiten Masse Akzeptanz zu finden. Bei Windows werden die Kräfte deutlich mehr gebündelt, bei Linux kocht jeder sein eigenes Süppchen. Die schier endlose Zahl an Distributionen und Versionen ist auch die Ursache, dass es kaum Hardwarehersteller gibt, die Treiber für Linux liefern. Natürlich trägt auch der geringe Marktanteil von Linux im Vergleich zu Windows (zumindest bei den Heimanwendern) nicht dazu bei, dass sich hieran viel ändert. Ein Grund mehr Linux zu nutzen und damit den Marktanteil zu erhöhen. Vielleicht endet dann dieser Teufelskreis irgendwann...

Meine Erfahrungen mit "dem anderen Betriebssystem" gibt es hier...

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